Montag, 22. Februar 2010

Die 3 Phasen

Eigentlich gibt es 3 Phasen bis zum vollzogenen Suizid.

Phase I: In der 1. Phase wird schon an Suizid gedacht, er wird als Problemlösung angeschaut. Suizide in der Umgebung oder in Medienberichten können diese Gedanken fördern. Für Aussenstehende ist diese Phase jedoch nicht bemerkbar.

Phase 2: Im 2. Stadium kommen die Betroffenen nicht mehr von den Suizidgedanken ab. Sie schmieden manchmal auch schon Pläne wo, wie und wann sie es machen wollen, es werden vielleicht schon Abschiedsbriefe verfasst. In dieser Phase sollte unbedingt professionelle Hilfe geholt werden.

Phase 3: Die 3 Phase ist die Phase des Entschlusses. Hier wird der Betroffene ruiger und gelassener, weil er bald keine Probleme mehr haben wird. Von den Angehörigen wird diese Phase oft falsch verstanden, weil sie denken, die Betroffenen seinen nicht mehr Suizidgefährdet, da sie glücklicher scheinen.

Risikosituationen

Nebst den Risikogruppen, welche zur Suizidalität neigen, gibt es auch Situationen welche einen Suizid fördern können.
Auch hier muss nicht jeder Betroffene gefährdet sein, dennoch ist die Tendenz zum Suizid statistisch höher.

- Die erste Sitation ist diejenige des Verlustes.
Ein Verlust kann der Tod eines nahe stehenden Menschens sein oder einfach eine versprochene Lehrstelle verlieren, das Scheitern einer Beziehung oder der Tod eines Haustieres.

- Der zweite Zustand, besteht aus Kränkung und Zurückweisung.
Diese Kränkungen und Zurückweisungen können auf Schulischer-, Beruflicher- oder Privaterebene entstehen, wie zum Beispiel Untreue in einer Beziehung oder das Ausbleiben einer Versprochenen Lehrstelle.

- Auch körperliche, persönliche, und sozialen Veränderungen sind solche Situationen.
Viele Jugendliche sind mit solchen Veränderungen überfordert.
Die Pubertät kann eine riesige Veränderung sein im Leben eines Jugendlichen, welche ein Auslöser für grosse Unsicherheiten der eigenen Identität sein.

Suizidgedanken kommen bei Veränderungen häufig vor, wenn negative Ereignisse auftreten.

Auch Situationen wie Umzug, Umsiedlung, Migration oder Trennung der Eltern können Grosse Veränderungen im Leben einer jungen Person sein. Sie können kritisch werden, wenn sie mit Problemen, wie keine Integration im neuen Land, oder heftiger Streit – übergreifend auf die Kinder, verbunden sind.

- Auch Überforderung und Überlastung können zu einem Suizid führen.
Sie können in der Schule, im Beruf oder auch im Privatleben vorkommen. Ein Beispiel dafür ist zum Beispiel ein Junge, der Mühe in der Schule hat und zu Hause auf seine Geschwister aufpassen muss und so wenig Zeit für Hausaufgaben findet.

Risikogruppen

Durch die Risikofaktoren kann man auch Rsikogruppen erstellen, welche möglicherweise Suizidefährdet sind. Jedoch sind nicht alle Personen, zu welchen ein solches Merkmal zutrifft, nicht zwingend Suizid gefährdet.
- allein lebende, vereinsamte, isolierte Menschen
- Arbeitslose, solche, welche keine Lehrstelle finden
- traumatisierte Personen (durch Vergewaltigung, Umfall etc.)
- Menschen mit psychischen Erkrankungen, wie Depressionen, Abhängigkeits- und Persönlichkeitsstörungen
- Jugendliche mit Suizidversuchen in ihrer Vergangenheit
- junge Leute mit lebensbedrohlichen Krankheiten (Krebs, AIDS)
- Jugendliche welche sich slebstverletzen oder Suchterkrankungen haben

Risikofaktoren

Geschlecht: Das männliche Geschlecht begeht öfters Suizid, das weiblich Geschlecht begeht jedoch deutlich mehr Suizidversuche.
Alter: Die grössten Risikogruppen sind 15 - 24 jährige und ältere Menschen. Zivilstand: Verheiratete Menschen sind weniger Suizidgefährdet als geschiedene, verwittwete oder singels. Personen, welche geschieden sind, begehen am häufigsten Suizid. Arbeit: Die Suizidrate bei Arbeitslosen ist deutlich höher als bei denjenigen, welche einen gesicherten Job haben. Jahreszeiten: Im Frühling und im Sommer gibt es statistisch gesehen mehr Suizide als im Herbst und im Winter. Hier weiss man jedoch nicht wesshalb es so ist. Stadt / Land: Auf dem Land ist die Suizidrate kleiner als in der Stadt, dies ist wahrscheinlich auf die Einsamkeit und den Stress welchen man in der Stadt vorfindet zurückzuführen. Religion: In Katholischen Ländern / Kantonen nehmen sich weniger Menschen das Leben als in reformierten Ländern / Kantonen.

Mittwoch, 17. Februar 2010

Gang nöd Bligg

[ Chorus: ]


Gang nöd: nei die wält bruucht dich no
Gang nöd: dini ziit isch nonig cho
Gang nöd: das isch e scheiss phase gsi
Das gaht verbii glaub mir es wär schaad um dich

folg mier, ich nimm dich mit hinter d'fassade
an en ort wo du nöd kännsch /lueg es isch tragisch
irgendwo häre wo dich niemert ghört
wo du mueterseelä allei bisch und niemert störts
d'red isch vo de schwiiz /s'land vom suizid
3 mänsche nämed sich s'läbe pro tag: rest in peace
ich mues säge ich bin gschockt vo dem indiz
eus gahts doch allne wunderbar, oder doch so mies?
was ich rap isch nöd bös /numme bös seriös
schprichwörtlich todernscht /ehrlich ich schwörs
nur will alles glänzt isch no lang nöd alles schön
sälbscht am ändi vom song häsch no lang nöd alles ghört
10% vo de jugend sind chronisch depressiv
chan mir irgend öpper säge a was das gnau liit?
es isch truurig aber wahr was d'statistik bewiist
die hüfigscht todesursachfür jungi lüt isch suizid!

Gang nöd: nei die welt bruucht dich no
Gang nöd: dini ziit isch nonig cho
Gang nöd: es isch e scheiss phase gsi
Das gaht verbii glaub mir es wär schaad um dich

und falls du jetzt da hocksch und dich alles achotzt
mit de miesischte charte wott chasch ha im tarot
du bisch ratlos und alles isch abgfucked
aber krise ghöred zum läbe so gaht das
häsch stress wie d'sau und en siech voll schulde
de job verlore oder liebeskummer
sind d'problem gebore und d'hoffing gstorbe
dini eltere gschiede und din chopf voll sorge
mann ich weiss es /es isch nöd eifach
du gisch alles und am schluss stshsch allei da
schirm dich nöd ab, red mit lüüt drüber
s gaht au andere lüüt übel/ es händ au anderi lüüt en tüüfflüger
uberlegg's dir nomal bevor'd dä abzug ziehsch
bevor'd in abgrund springsch /bevors tragisch wird
bevord's läbe verspielsch / mach's nöd! nöd wäge mir...
mach's nöd wäge dir...kapiert?!

Gang nöd: nei die wält bruucht dich no
Gang nöd: dini ziit isch nonig cho
Gang nöd: das isch e scheiss phase gsi
Das gaht verbii glaub mir es wär schaad um dich

Songs...

x ABSCHiEDSBRiEF x

Bligg - Gang Nöd


Gib nicht Auf...KÄMPFE !!!

Selbstverletzung

Jugendliche, welche Probleme hegen, sich aber nicht umbringen wollen, sondern eigentlich weiterleben wollen, aber Hilfe brauchen, sich jedoch nicht wissen wie auszudrücken, verletzen sich selbst. Sie hoffen, dass jemand ihre Verletzungen sieht und sich um einen kümmert.
Für viele, welche sich selbst verletzen zählt das Motto:

Ein Schrei sagt mehr als 1000 Worte...
Eine Träne sagt mehr als 1000 Schreie...
Ein Schnitt sagt mehr als 1000 Tränen...

J.H. ein 15 jähriger Junge, welcher sich lange Zeit geritzt hat, er schilderte was für ihn Selbstverletzung ist.

„Ich sehe es als eine Art Hilferuf und Protest. Wenn ich nicht mehr weiter weiss, greife ich zur Klinge. Ich verletze mich selbst, weil ich mich so besser verständigen kann, einer der sich selbst ritzt versteht, was ich meine.
Einen Narbe sagt mehr als 1000 Worte!
Du zeigst, dass dir der Schmerz egal ist, dass es dir so schlecht geht, dass du dir selbst Schmerzen zufügst.
Wenn ich Blut sehe, geht es mir besser, es gibt es mir Hoffnung, dass es besser werden könnte.
In dieser Mischung von Hoffnung und Schmerz drückst du dir die Klinge immer weiter in dein eigenes Fleisch.
Wenn jemand meine Narben sieht, sagen sie: „Oh mein Gott, bist du verrückt?“ Aber für mich ist es eine Art meinen Schmerz auszudrücken, andere sprechen darüber oder werden Gewaltsam.
Ich drücke meinen Schmerz mit ritzen aus, weil ich mit niemanden reden kann, weil mich niemand versteht.“

Ritzen ist ein Zeichen von Schmerz – krassem Schmerz!

J.H. hat sich seit mehreren Monaten nicht mehr selbst verletzt, er nimmt jetzt ein Anti-Depressiva und ist labil.